1960 - 2010: Fünfzig Jahre Robos
Bildergalerie 50-Jahre-Feier Robos im Palmengarten in Aldingen
Bildergalerie "Etiketten aus der Anfangszeit"
Der neue Blätterkatalog von Robos
Entstehungsgeschichte der Robos GmbH & Co. KG
Im Jahre 1960 wurde die Robos GmbH & Co. KG unter dem Namen Dieter Bodamer Etiketten gegründet. Mitte 1965 trat zum ersten Mal die Firma Rosenfelder als Lieferant für Siebdrucketiketten in Erscheinung, wodurch ein für die Zukunft wichtiges Gemeinschaftsunternehmen entstand. Die Firma Rosenfelder wurde von Hilde und Alfred Rosenfelder gegründet, die beide bis heute noch wichtige Stützen im Unternehmen sind.
Lagen die drucktechnischen Anfänge der Firma Rosenfelder noch in der heimischen Küche, so kam 1966 zum ersten Mal der Gedanke an einen Neubau auf. Dieser wurde dann, auch durch die Hilfe des damaligen Bürgermeisters Münz, 1968 in Schwanheim Wirklichkeit. Dieser Neubau erwies sich aber schon in den Folgejahren als zu klein und so kam 1974 und 1976 was kommen musste, nämlich zwei weitere Anbauten.
1977 entstand aus der damaligen Konstellation ROsenfelder und BOdamer der neue Firmenname ROBOS, wobei das S für Siebdruck stand. Zu den technischen Errungenschaften in diesem Jahrzehnt zählten unter anderem die allererste Rollensiebdruckmaschine welcher 1978 eine Zweifarb- und 1988 eine Vierfarb-Rollensiebdruckmaschine folgten.
1989 wurde die Firma Bodamer an die Herren Kujazinski, Veigel und Reuter verkauft, wobei letzterer die Geschäftsleitung übernahm. Mit dem Wechsel in der Geschäftsleitung kamen auch erste Überlegungen für einen Standortwechsel auf, um die Firmen Werbetechnik Reuter sowie Robos räumlich näher zusammen zu bringen. Dieses Vorhaben wurde letztendlich 1990 mit einem Neubau im Kornwestheimer Moldengraben realisiert.
Anfang der 90er Jahre kam dann eine neue Herausforderung auf Robos zu, nämlich die Frage, wer dem Unternehmen und der restlichen Druckindustrie das Rohmaterial von Mutterrollen auf individuelle Schmalrollen zuschneiden würde. Dieser Fragestellung begegnete man 1992 mit der Gründung eines eigenen Unternehmens, der Folit GmbH. Folit ist seither zu 100% Tochter von Robos und speziell für die Beschaffung und Weiterverarbeitung von 3M Produkten zuständig.
Ebenso erweiterte man in Schwanheim im Jahre 1992 das Spektrum der analogen Drucktechniken um den Bereich Buchdruck. Drehte sich bisher also alles um Durchdruckverfahren und Siebe wie im Bogen- bzw. dem Rollensiebdruck, so rückte nun zusätzlich das Hochdruckverfahren mit seinen Klischees in den Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf des angebrochenen Jahrzehntes standen die Weichen eindeutig auf Wachstum. Sowohl in Schwanheim als auch in Kornwestheim kamen im Laufe der Jahre mehrere neue Mitarbeiter als Folge der gestiegenen Auftragszahlen hinzu.
Zum sogenannten „Millenium“ im Jahre 2000 war die räumliche Lager- und Verwaltungssituation von Robos in Kornwestheim nahezu ausgeschöpft. Hinzu kam, dass die Firma Werbetechnik Reuter sowie die Sozietät Kujacinski & Veigel ebenfalls Kapazitätsprobleme hatten. So entschlossen sich die Gesellschafter dieser Firmen im Jahre 2000, einen Anbau in Kornwestheim im vorhandenen Bestand durchzuführen. Dieses Projekt erstreckte sich von der Planung bis hin zur Realisation über knapp zwei Jahre. So kam es 2002, dass die genannten Firmen ihren gemeinsamen Einzug in Kornwestheim feiern konnten.
Die allgemeine technische Entwicklung machte auch vor der Druckindustrie nicht halt. So kam es, dass zu dem klassischen analogen Druckbereich ein neuer, digitaler Druckbereich hinzu kam. Während man bei den analogen Drucktechniken überwiegend mit speziellen Sieben und Filmen oder bestimmten Druckzylindern und Klischees gearbeitet hatte, versuchte der Digitaldruck von vornherein umständliche und teure Transfermedien zu umgehen, um wirtschaftlicher und schneller drucken zu können. Diese „neue“ Technik fand bei der Firma Robos Anfang 2004 mit der weltweit ersten Generation einer digitalen Serienmaschine HP Indigo WS2000 Einzug. Das digitale Druckzeitalter hatte nun auch bei Robos begonnen.
Am 01.01.2006 bekam der Gesellschafterkreis mit Daniel Sugg ein neues Mitglied. Herr Sugg hatte bis dahin lange Jahre bei Robos gearbeitet und als erster Betriebsstudent sein Studium an der Berufsakademie Stuttgart erfolgreich abgeschlossen. Herr Sugg hat sich von Anfang an dem Thema Digitaldruck angenommen und so war es keine Überraschung, dass bereits Ende 2007 die zweite Generation der Digitaldruckmaschinen, die HP Indigo WS4500, angeschafft wurde.
Nicht nur im Digitaldruck gab es in den ersten 10 Jahren des neuen Jahrtausends Neuerungen sondern auch im Buch- und im Siebdruck. Der Buchdruck bekam in den Jahren 2003 und 2005 zwei neue Vierfarbmaschinen, nämlich die T180 sowie die T250. Im Siebdruck kam es im Jahre 2007 zu einer Neuerung im doppelten Sinne. Einerseits wurde eine neue dreifarbige Maschine angeschafft und andererseits hatte man nun mit dieser SMAG zum ersten Mal eine Siebdruckmaschine mit UV-trocknenden Farben und nicht mehr wie bisher auf Lösemittelbasis ausgewählt.
2008 ging wie allgemein bekannt als das Jahr der Weltwirtschaftskrise in die Geschichtsbücher ein. Dieser Wirtschaftskrise ging eine Finanz- und Bankenkrise voraus, in deren Folge einerseits das Vertrauen in Kreditinstitute stark litt und andererseits Kreditnehmer nicht mehr in der Lage waren ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Diese Entwicklung begann 2007 zunächst auf dem US amerikanischen Immobilienmarkt und dehnte sich im weiteren Verlauf der Jahre 2008 und 2009 vor allem auf Asien und Europa aus, was bei der Firma Robos im April 2009 zur Kurzarbeit führte. Dieser Vorgang war bis dato einmalig in der fast 50-jährigen Firmengeschichte und konnte bereits sechs Monate nach Einführen wieder aufgehoben werden. Dass die Krise im Allgemeinen verhältnismäßig gut überstanden wurde ist vor allem der Bereitschaft und dem Engagement der Mitarbeiter zu verdanken, auch in wirtschaftlich schweren Zeiten zum Unternehmen zu halten.
Bereits im Juli 2009 ging die Auslastung wieder deutlich nach oben, was Ende 2009 zu teilweise verlängerten Lieferzeiten führte, da die Menge an Aufträgen ein neues Level erreichte. Dieser Entwicklung trat man dann im Jubiläumsjahr 2010 mit neuen Maschineninvestitionen entgegen. So wurde für den Digitaldruckbereich die neueste Generation, die HP Indigo WS6000 (15), sowie für die Konfektionierung bzw. Beschichtung von Materialien eine Digicon Series 2 angeschafft. Darüber hinaus wurde ebenso bei der Firma Folit in zwei neue Schneidemaschinen sowie in eine Digicon Lite investiert, um künftig noch flexibler und schneller auf Kundenanforderungen reagieren zu können.




