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Lexikon der Fachbegriffe Die Etikettenwelt einfach erklärt.

Prüfmethoden bei Haftverbunden

Silikonbeschichtungen: Trennkraft
Das Verfahren erlaubt die Bewertung der Trennkraft von silikonbeschichtetem Trennpapier für Haftverbunde. Der Testaufbau gleicht der Trennkraft-Prüfung bei langsamem Abzug, bei dem das Etikettenmaterial unter dem Winkel von 180° mit der Geschwindigkeit von 300 mm/min vom Trennpapier abgezogen wird. Laut Definition ist die Trennkraft die Kraft, die benötigt wird, ein Selbstklebematerial von seinem Trennpapier (oder umgekehrt das Trennpapier vom Selbstklebematerial) unter festgelegten Bedingungen mit bestimmtem Winkel und bestimmter Geschwindigkeit zu trennen.

Silikonbeschichtungen: Restklebekraft des Silikonmaterials
Bewertung der Einflüsse der Trennbeschichtung (auf dem Trägermaterial) auf die Hafteigenschaften des Selbstklebematerials. Es interessiert namentlich Hersteller von Trennpapier und von Haftverbunden zur Beurteilung von Verankerung und Aushärtung der Trennschicht. Die Restklebekraft ist die Kraft, die benötigt wird, ein Selbstklebematerial in einem bestimmten Winkel und bestimmter Geschwindigkeit von einer Standard-Testplatte abzuziehen, nachdem es kurz vorher unter definierten Bedingungen Kontakt mit einem silikonbeschichteten Material hatte. Die prozentuale Restklebekraft wird als Prozentverhältnis zu einem Vergleichsmaterial angegeben, das nicht in Kontakt mit dem silikonbeschichtetem Material war.

Auftragsgewicht des Haftklebstoffes
Das Verfahren erlaubt mit hinreichender Genauigkeit die Bestimmung des Flächengewichts des Haftklebstoffes auf einem Haftetikettenmaterial. Das Auftragsgewicht ist das Flächengewicht des beschichteten Haftklebstoffs, in Gramm pro Quadratmeter (g/m2). Zur Ermittlung des Gewichts werden Teststreifen unter genormten Bedingungen (Temperatur, etc.) gewogen und danach mit Teststreifen, denen zuvor der Haftklebstoff mit Hilfe von Lösungsmitteln entfernt wurde, verglichen.

Dimensionsstabilität von Haftfolien
Die Dimensionsstabilität oder besser gesagt die Maßhaltigkeit wird bemessen durch die Veränderung der Abmessungen eines Selbstklebematerials, welches auf einer Standard-Testplatte bei festgelegten Testbedingungen erhöhten Temperaturen ausgesetzt wurde. Nach der Lagerung unter erhöhten Temperaturen werden die Abmessungen der Etiketten mit den Abmessungen von nicht erhitzten Teststreifen verglichen.

Haftung bei niedrigen Temperaturen
Dieses Prüfverfahren erlaubt die Bewertung der Haftkraft bei niedrigen Temperaturen, das vor allem für Etiketten, die im Außenbereich (Autobeschriftungen, Wände, etc.) verwendet werden, von besonderer Bedeutung ist. Hierzu werden Prüfstreifen auf verschiedene Materialien geklebt und unter genormten Bedingungen (Temperatur, Zeit, etc.) heruntergekühlt.

Als Prüfflächen empfehlen sich:
Polyester, Glas, rostfreier Stahl, Aluminiumfolie, HD Polyethylen (HDPE), ND Polyethylen (LDPE) , gereckte Polypropylen-Folie (OPP)

Nach einer vorgegebenen Kühlzeit werden die Prüfstreifen von den Prüfflächen abgezogen und die Haftung beurteilt. Mit dem Abziehen wird in einer Ecke begonnen. Reißt das Selbstklebematerial, versucht man von der gegenüberliegenden Ecke zu ziehen, wobei der Versuch fortgesetzt wird, auch wenn das Selbstklebematerial wieder reißt. Die Bewertung erfolgt nach folgender Skala:

1 Selbstklebematerial bereits von Prüfflache gelöst: keine Haftung
1 Schwache Haftung – kein Papierriss
2 Mäßige Haftung – kein Papierriss
3 Gute Haftung – kein Papierriss
4 Sehr gute Haftung – bis zu 50% des Selbstklebematerials bleibt auf der Prüffläche
5 Hervorragende Haftung – mehr als 50% des Selbstklebematerials bleibt auf der Prüffläche

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